Investmentfonds

Investmentfonds sind eine Geldanlageform, die es schon seit ueber 150 Jahren gibt. Die Ursprungsidee ist heute noch gueltig: Investmentfonds sollen auch den "kleinen Anlegern" die Vorteile von Aktienanlagen ermoeglichen, dabei aber das Risiko der Anlage durch eine breite Streuung minimieren. Investmentfonds werden von Kapitalanlagegesellschaften aufgelegt. Nahezu jede große Bank in Deutschland hat eine eigene Gesellschaft, die Fonds ausgibt und verwaltet. Die Kapitalanlagegesellschaften sammeln das Geld der Anleger ein und investieren es in Aktien und Rentenpapiere aber auch in Geldmarktpapiere, Immobilien und in andere Fonds.

In den Gesellschaften arbeiten Wertpapier-Experten, die mit ihren Kaeufen und Verkaeufen versuchen, die selbst gesteckten Entwicklungsziele zu erreichen. Dazu beobachten sie fast minutioes die Boersen und Wirtschaftsmaerkte in der ganzen Welt. Ein einzelner Anleger haette in der Praxis niemals diese Moeglichkeiten der Marktbeobachtung. Deshalb eignen sich Investmentfonds ideal zum einmaligen Anlegen von groeßeren Summen aber auch zum Ansparen mit kleineren monatlichen Betraegen. Wer beispielsweise an der Boerse am Erfolg der deutschen Aktien im Dax profitieren moechte, muesste als einzelner Anleger eine enorme Summe aufbringen. Bei Investmentfonds geht das schon mit 50 Euro im Monat. Der Investmentsparer profitiert, genauso wie bei direkten Aktien- oder Wertpapierinvestments, von den Entwicklungen der Aktien- und Wertpapierkurse und bei Immobilien-Investmentfonds von Wertsteigerungen der Objekte.

Die Investmentgesellschaft legt taeglich zwei Kurs fest: Einen Verkaufskurs, zu dem Anleger Anteile kaufen koennen und einen Ankaufskurs, zu dem die Anteile verkauft werden koennen. Der Unterschied zwischen beiden Kursen liegt im Ausgabeaufschlag, der bei vielen Fonds rund 5 Prozent betraegt und auf den Ankaufskurs aufgeschlagen wird. Der Ausgabeaufschlag deckt die Verwaltungskosten der Investmentgesellschaft ab. In der Gewinnzone ist ein Investmentfondsanleger dann, wenn der Ankaufskurs ueber dem Verkaufskurs liegt. Ein Anleger nimmt mit seinen Anteilen in der gleichen Form wie ein Aktionaer am Auf und Ab der Boerse teil. Durch die breite Streuung im Investmentfonds kann aber ein sinkender Kurs einer Aktie durch den gleichzeitigen Anstieg des Kurses einer anderen Aktie besser abgefedert werden.

Investmentfonds schuetten, genauso wie Aktien und Wertpapiere, Ertraege aus. Diese werden jedoch bei den meisten Fonds dem Anleger nicht direkt gutgeschrieben sondern wieder in den Fonds investiert. Damit steigt der Anteilsbestand des Anlegers. Diese Re-Investition von Fondsausschuettungen wird auch als Thesaurierung bezeichnet.

Langfristig betrachtet, entwickeln sich die Renditen von Aktienkursen immer besser als normale Sparanlagen. Deshalb sind Aktienfonds ein gutes Investment in die Zukunft. Allerdings lassen gute Fondsrenditen in der Vergangenheit keinen Rueckschluss auf die kuenftige Entwicklung des Investmentfonds zu. Dies ist auch ein Nachteil gegenueber klassischen Sparanlagen. Durch die unterschiedliche Gewichtung von Aktien, festverzinslichen Wertpapieren und Festgeldern in einem Fonds lassen sich die Entwicklungs-Chancen aber gut abschaetzen. Grundsaetzlich gilt: Mit einem hoeheren Aktienanteil steigt auch die Rendite-Chance. Entsprechend dem eigenen Anlageziel bieten sich dann unterschiedliche Fonds an, die entweder auf Ertrag, Wachstum aber auch auf Chancen setzen.

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