Containerfonds

Containerfonds gehoeren zur Gattung der geschlossenen Fonds. Sie investieren das Geld der Anleger in den Kauf von Containern, die anschließend an Reedereien oder Leasinggesellschaften vermietet werden.

Container stellen einen großen Wachstumsmarkt dar, denn Waren koennen hiermit schnell und sicher, aber auch kostenguenstig versendet werden. Viele Waren aus Laendern Asiens oder auch Osteuropas werden daher heute mittels Containern verschifft und so zum Zielort befoerdert. Bereits gut 70% aller weltweiten Waren werden heute per Container befoerdert, sowohl an Land als auch auf dem Wasser oder in der Luft. Aufgrund hoher Wachstumsraten in diesem Segment nimmt die Nachfrage nach Containern dauerhaft zu, die Renditen steigen.

Mit der Anlage in geschlossenen Fonds wird der Anleger Teilhaber (Kommanditist) einer Gesellschaft, die in der Regel als GmbH & Co. KG konzipiert ist. Die Gelder der Anleger werden innerhalb eines Zeitraumes (Platzierungszeitraum) eingesammelt. Ist die fuer den Kauf der Container notwendige Summe zusammen, wird der Fonds geschlossen. Ein Nachkauf von Fondsanteilen oder auch ein Verkauf ist nun nicht mehr ohne Weiteres moeglich. Die Laufzeit dieser Fonds richtet sich nach der Lebensdauer der jeweiligen Container. Diese liegen zwischen 10 und 15 Jahren. Erst nach dieser Zeit werden die Containerboxen wieder verkauft, der Fonds wird liquidiert und die Anleger erhalten ihr Geld zurueck. Wer waehrend der Laufzeit seine Fondsanteile verkaufen moechte, kann dies nur ueber einen Zweitmarkt tun, viele Gesellschaften haben bereits einen solchen aufgebaut. Der Preis richtet sich hier nach Angebot und Nachfrage, je besser der Fonds laeuft, desto hoehere Preise koennen erzielt werden. Trotz dessen muessen Anleger mit Verlusten bei einem vorzeitigen Verkauf rechnen.

Der Vorteil bei Containerfonds ist die relative Sicherheit der Geldanlage. Die Container werden fuer einen festgelegten Zeitraum an die Reedereien vermietet und nach einer bestimmten Frist, wie oben beschrieben, wieder verkauft. Die Verkaufspreise sind ebenfalls festgelegt, sie orientieren sich nach dem Schrottwert. Andere Risiken, wie zum Beispiel Beschaedigungen oder Verlust der Container, aber auch Ausfallzeiten sind durch Versicherungen abgedeckt.
Zudem investieren Fonds nicht nur in einen Container, sondern besitzen mehrere Tausend hiervon. Auch dies senkt das Risiko. Trotz dessen ist der Anleger Teilhaber der Firma, mit allen Chancen und Risiken. Sollte sich das Investment, etwa durch Unkenntnis der Fondsgesellschaft, nicht nach den Vorstellungen entwickeln, kann der Fonds keine Ertraege erzielen, die Folge ist die Insolvenz. In einem solchen Fall wuerden die Anleger das investierte Geld verlieren.
Die Renditen von Containerfonds liegen nach der Berechnung der Steuern zwischen 5% und 8% pro Jahr. Diese Ertraege stellen steuerrechtlich Einnahmen aus Gewerbebetrieb dar. In einigen Faellen koennen Containerfonds auch Steuervorteile mit sich bringen, etwa wenn ein Investment in einem Land erfolgt, in dem geringere Steuersaetze als in Deutschland berechnet werden.

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